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Donnerstag, 18.06.2009, 21:48
Ich arbeite gerade an den aktuellen Nachrichten für mein Forum. Etliche nützliche Infos über Multiple Skerose. Und auch eine Sache über barrierefreies Reisen ist dabei, super! Hoppla, was lese ich dann?

Hört sich an wie ein schlechter Witz, ist aber leider keiner: Ein Kurs für TanzlehrerInnen namens "Tanz für Menschen mit Behinderung". Soll heißen, KursleiterInnen können dort Infos über dieses Angebot erhalten, etc.

Feine Sache denkt sich eine Frau im Rollstuhl. Sie will sich auch fortbilden und meldet sich für diesen Kurs an. Das lächerliche daran ist jedoch, dass diese Schulung nicht barrierefrei zugänglich ist. Also gibt es keine Rampen, um in die notwendigen Räume zu kommen.

Da raufe ich mir schon mal verwundert die Haare - ein Kurs über Tanzen für behinderte Menschen und die TeilnehmerInnen selber können mit Rollstuhl - offensichtlich also auch behindert - nicht rein. Tja ...

Kann ja nicht das Problem sein, denke ich dann und lese weiter. Denkste! Die Frau muss bitten und betteln. Es wird eine langwierige Sache draus und zu guter Letzt ein kleiner Erfolg. Es werden Rampen ausgelegt, um ihr den Zugang zu diesem Kurs zu ermöglichen. Netterweise gleich zwei Stück, weil zwei notwendig sind.

Doch dann wird vom Kursinstitut die glorreiche Idee in die Welt gesetzt, doch nur mehr eine Rampe zu verwenden. Die könne dann nach Bedarf auf Bitten der Teilnehmerin immer wieder hin- und herversetzt werden. Interessant!

Aber den Preis für Frechheit verleihe ich lieber für das folgende Statement des Instituts: Der Kurs ist für Kursleiter und nicht für Menschen mit Behinderung.

Ich liebe diese Welt!


Dienstag, 16.06.2009, 21:00
(Namen wurden geändert)

Montag, 15. Juni 2009: Die unheilbar an Multipler Sklerose erkrankte Vera S. macht sich von Niederösterreich aus gemeinsam mit ihrer Mutter auf den Weg in ein Wiener Krankenhaus. In der dortigen neurologischen Ambulanz angekommen ist die Frau voll Hoffnung, denn in den letzten Tagen und Wochen geht es ihr immer schlechter. Sie hat schon Kortison gegen einen Schub vor vier Wochen bekommen, doch dieses will nicht wirken. Im Gegenteil - die Symptome, Schmerzen und die Spastik werden immer stärker. Die Frau ist verzweifelt. Der heutige Ambulanz-Besuch um 10 Uhr Vormittag verspricht Hilfe, professionelle Behandlung und Zuwendung.

Die Ambulanz-Krankenschwester Hilde W. fragt bei der Anmeldung nach Vera S.s Schilderung ihres Ambulanzbesuchs-Grundes pikiert, ob denn ein Termin vereinbart wurde. Laut des Wissensstandes von Vera S. reicht es aus, wenn sie einfach um 10 Uhr in die Ambulanz kommt. In den Augen der Krankenschwester scheint dies ein schweres Vergehen zu sein. Sie weißt rüde auf die langen Wartezeiten hin. Die Mutter der Patientin erkundigt sich, ob die Wartezeit über 16 Uhr hinausgehen könnte. Wie beruhigend daraufhin von der kurz angebundenen Schwester in schnippischem Ton zu erfahren, daß dies nicht der Fall sein könne, denn sie gehe ja um 15 Uhr schon nach Hause.

In Vera S. kribbelt es. Sie wird nervös, ist angespannt. Kein optimaler Zustand für einen Menschen mit Multipler Sklerose. Sie kann ihren Körper durch die Spastik nicht kontrollieren, durch die nervliche Anspannung wird der Zustand nicht besser. Die Krankenschwester verlangt Vera S.s E-Card. Und dann passiert es: Schwester Hilde W. lacht. Sie lacht nicht über einen Witz, der gerade im Radio erzählt wird und auch nicht über einen süßen kleinen Jungen, den eine Mutter mit in die Ambulanz gebracht hat. Hilde W. lacht über die unkontrollierten Bewegungen der an Multipler Sklerose erkrankten Frau. Sie lacht eine Patientin aus.

Was denkt man in dem Moment, in dem man diese Situation geschildert bekommt? Wie reagiert man? Mit Verwunderung, Schock, ungläubigem Kopfschütteln, einem offenstehenden Mund nach einem laut ausgerufenen "Wie bitte?"? Was empfindet man als ZuhörerIn / LeserIn einer solchen Geschichte?

Was aber noch viel bedeutender ist: Was empfindet Vera S. in diesem Moment? Einen Stich ins Herz, Scham, Wut, Verzweiflung, aufkeimende Hysterie? Es ist eine unbeschreibliche Qual, solch eine Situation als PatientIn durchleben zu müssen. Egal ob an MS erkrankt oder durch eine andere Krankheit geschwächt und behindert. Eine weitere Kerbe in der Seele, in der schon etliche Erlebnisse in der Krankheitsgeschichte ihre Narben und Spuren hinterlassen haben.

Vera S. hat 5 Stunden Wartezeit zur Verfügung, um dieses Erlebnis zu verdauen. Falls diese Zeit dafür ausreicht. Dann ist sie als letzte Patientin an der Reihe, beim hiesigen Arzt vorzusprechen. Sie erklärt ihr Anliegen, bittet um Hilfe. Aber bei dem Arzt ist sie falsch! Sagt er unfreundlich. Denn sie müsse ja stationär aufgenommen werden. Fassen wir mal kurz zusammen: Gelächter über die Patientin, unfreundliche Äußerungen, 5 Stunden Wartezeit, übellauniger Arzt und dann nicht mal am Ziel.

Vera S. kann nicht mehr. Sie wird laut. Genauso laut wie der ihr gegenübersitzende Neurologe. Noch einmal Treibstoff für die Spastik, welche nun endgültig unbeherrschbar wird. Eine Spur freundlicher räumt der Arzt nun ein, daß er wohl morgen mit der Krankenschwester reden müsse.

Und was hilft das nun Vera S.? Nichts. Auch nicht der Hinweis, daß keine Betten mehr frei sind, um sie stationär aufzunehmen.

Vera S. macht sich mit ihrer Mutter auf den Heimweg. Sie befindet sich in einem sehr schlechten Zustand, hat starke Schmerzen. Sie weint. Diese Situation war heute Morgen die gleiche. Nur eines ist nun anders: Am Vormittag hat die Frau mit Multipler Sklerose noch nicht geweint.